Donnerstag, 14. März 2013

Räucherspeck

Puh, ich hab grad mal überlegt wie lange ich jetzt nicht mehr rauche und dabei mal wieder sehr erfreut festgestellt, dass ich daran schon quasi gar nicht mehr denke. Mittlerweile werden mir schon erstaunte Blicke zugeworfen wenn ich erwähne, dass ich mal geraucht habe. Sowas ist natürlich Balsam für die Seele. Zumindest im ersten Moment, unter der Oberfläche schlummert auch noch eine eher negative Ebene. Genau genommen zeigt solch eine Reaktion, dass derjenige von dem damaligen Selbst quasi enttäuscht ist, als wenn man in den Augen des Anderen dadurch herabgestuft wurde. Da verspürt man doch glatt den Drang eine zu rauchen weil einen das so sehr stresst. ^^

Acht Monate sind es jetzt also und seit etwas mehr als zwei Monaten versuche ich den Nichtraucherspeck loszuwerden. Da geht es auch weiter voran, leider nicht mehr in so großen Schritten, aber das ist vielleicht auch gar nicht so schlecht. Nachher hätte ich mir noch gar von einem Tag auf den anderen tausend neue Klamotten kaufen müssen, hat also auch seine Vorteile. Mein Umfeld kann sich dann auch schön langsam daran gewöhnen, dass ich nach weniger aussehe. ;-)

Freitag, 8. März 2013

Update 08.03.

So, es ist mal wieder Zeit etwas zum Stand meiner Nichtrauchigkeit zu sagen. Es gab letztens ein kleines Ereignis vor dem mir schon länger Bange war. Im Laufe eines ziemlich schlaflosen Wochenendes habe ich mir eine Zigarette geschnorrt! Natürlich war ich nicht mehr nüchtern und wie es hält so ist passt das dann ja so gut...
Anscheinend hat mir das aber nicht geschadet, es ist dabei geblieben und ich bin nach wie vor ein glücklicher Nichtraucher. ^^

Zur zweiten Baustelle, mein Gewicht hat sich in den letzten zwei Wochen ziemlich stabil um die 93 eingependelt. In dieser Zeit liegen allerdings auch zwei Wochenenden an denen ich so richtig zugeschlagen und mein Fahrrad arg vernachlässigt habe. Nachdem ich diese Woche wieder mal durch die Gegend gerollt bin hat sich das auch gleich auf der Waage bemerkbar gemacht. Umso wichtiger, dass ich das nicht nochmal so Schleifen lasse.

Alltagsrassismus

Ich weiß nicht ob ich in dem Punkt zur Zeit besonders empfindlich bin oder ob es wirklich schlimmer geworden ist. Mir fällt in meinem Beruf und auch privat regelmäßig auf, dass mit Wörtern wie schwul, Nigger, Jude, Homo, usw. sehr unbekümmert umgegangen wird. Teilweise werden sie richtig inflationär als Beleidigung benutzt und dabei kein Stück über die Menschen oder Gefühle hinter diesen Begriffen nachgedacht.
Vor allem auf der Arbeit werde ich damit quasi rund um die Uhr konfrontiert, mein Klientel dort besteht aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Letzten Endes ist mir natürlich klar, dass gerade in dieser Entwicklungsphase solche Auswüchse eher normal sind, mit einigen Begriffen wird es allerdings in meinen Augen übertrieben. Richtig interessant wird es dann wenn man sich einmal anschaut wieviel, bzw. ob überhaupt Wissen über die Hintergründe vorhanden ist. Da ist teilweise schon erschreckend wenig vorhanden.
Es wird also fröhlich in der Gegend rumbeleidigt ohne wirklich zu wissen was man da eigentlich von sich gibt. Keine grundlegend neue Erkenntnis, sicher nicht, aber was mich dann umso mehr erschreckt ist eine weit verbreitete Gleichgültigkeit gegenüber den Hintergründen wenn man diese dann einmal versucht zu erklären.

Ein Beispiel: Den Begriff Zigeuner bekomme ich des Öfteren zu hören, wenn ich davon erzähle was dahinter steckt, vor allem welche Verbindungen mit der deutschen Geschichte da vorhanden sind, dann werden zwar oft zuerst große Augen gemacht, aber gleich darauf wird der Begriff fröhlich weiter als Beleidigung benutzt.

Wie gesagt, teilweise ist das quasi normal, Klischees eignen sich nunmal gut als Schablone für Beleidigungen und ich war in dem entsprechenden Alter auch kein Engel was das angeht. Dazu ist es für die wenigsten einfach, ihr Fehlverhalten sofort zu ändern oder einzugestehen. Aber in aller Öffentlichkeit und vor allem in Gegenwart von Autoritätspersonen, bzw. im Unterricht konnte ich mich schon zusammenreißen.

Ich fühle mich da so ein bisschen an das Verhalten in anonymen Onlinegemeinschaften erinnert. Da herrscht zu solchen Themen ja teilweise totale Anarchie, bzw. gehört es zum guten Ton in jedem zweiten Satz irgendeine Minderheit zu beleidigen. Vielleicht schaffen es einige einfach nicht sich im RL davon zu lösen? Der Unterschied zum Internet ist nunmal das sich dort jeder einfach ausklinken kann. Schwule, Lesben, Behinderte oder Asylbewerber werden eher selten in rechtsradikalen Foren unterwegs sein, genauso wie ein Fascho nicht in eine Gaybar gehen würde. Was wir schon im RL tun und das recht effizient, nämlich den Dingen die uns nicht gefallen oder von denen uns Gefahr droht aus dem Weg zu gehen, funktioniert online umso leichter. Man ist also mehr oder weniger unter sich und wem es nicht gefällt, der schließt halt das Browserfenster. Vom Missfallen das durch die eigenen Äußerungen bei Unbeteiligten also hervorgerufen werden könnte bekommt man in der Regel kaum etwas mit und wenn, dann spielt sich das auch meistens in der Anonymität des Webs ab. Anders im RL, da bin ich direkt mit den Konsequenzen meiner verbalen Auswüchse konfrontiert. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein und sehe das durch meinen Beruf ein wenig verzerrt.



Freitag, 15. Februar 2013

Weiße Seuche

Ich kann es nicht mehr sehen, dieses weiße Zeug. Erst war es ja noch ganz nett, gehört auch irgendwie zum Winter dazu und eine verschneite Landschaft ist auch wirklich schön anzusehen. Aber wenn dabei die Sonne ausbleibt und das Geseuche nur so spärlich fällt, dass das Vorhandene auf den Wegen zu fiesen Eisklumpen und Rutschbahnen mutiert, dann macht es keinen Spaß mehr. Jetzt sind zwar die Straßen und Radwege wieder frei, aber im Wald ist es leider noch nicht viel besser.

Wenigstens ist darauf Verlass, das die Tage länger werden. Auch wenn sich der große gelbe Ball nicht viel blicken lässt, so ist es immerhin schonmal angenehmer wenn man nicht bei Kunstlicht das Haus verlässt und zum Feierabend wieder davon empfangen wird.

Ganz nebenbei kann ich mich dann vielleicht auch mal unter der Woche dazu aufraffen aufs Rad zu steigen, das ist zur Zeit angesichts von Dunkelheit und Kälte ja nur am Wochenende der Fall.

Immerhin kann ich nach wie vor sagen, dass mich das Rauchen kein Stück mehr juckt. Vor allem bei der momentanen Kälte bin ich richtig froh, dass nicht mehr raus muss um mir die Lungen zu zernichten. Letztens fiel mir mal auf, dass ich mich regelrecht bemühen muss, das Kleingeld auszugeben. Vorher ist das regelmäßig dafür draufgegangen wenn man mal ne Schachtel ausm Automaten geholt hat, das fällt ja nu flach. So passiert es mir jetzt manchmal sogar, dass sich mein Portemonnaie so weit aufbläht, dass es beim Hinsetzen weh tut. ^^

Was mein Gewicht angeht, so scheine ich das erste Mal in dieser Woche zu eine Stillstand gekommen zu sein. Wenn ich mir allerdings überlege was ich die Woche so gefüttert habe auch nicht unbedingt ein Wunder. Es ist allerdings nicht nur wichtig wieviel, sondern auch was man isst, da habe ich mich auch ein wenig gehen lassen. Trotzdem bin ich in der echt kurzen Zeit schon ziemlich weit gekommen. Immerhin machen Frau P. und ich das ja erst seit etwas über einem Monat.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Schreibgerät

Weil es mich grad eben so schön genervt hat, mal ein paar Worte zu meinem Schreibgerät. Den Großteil meiner Posts schreibe ich unterwegs im Bus auf einem iPad 2. Wäre es nicht um einiges bequemer wegen dem größeren Display würde ich da allerdings drauf verzichten. Die Textbearbeitung in iOS ist meiner Meinung nach der letzte Müll. Kein Stück intuitiv, die Autokorrektur entbehrt teilweise jeder Logik (mal tut sie was, dann wieder nicht und wenn, dann gerne wenn man es am wenigsten erwartet). Präzise Korrekturen sind auch nicht ohne weiteres möglich. Meistens geht es schneller wenn ich das ganze Wort einfach neu schreibe.
Hier mal ein großes Lob Richtung Android, auf meinem Smartphone kann ich vergleichsweise sehr komfortabel schreiben. So, das hat jetzt wahrscheinlich niemanden interessiert, aber ich wollte es einfach mal dokumentiert haben ^^

Ihr habt keinen Frerköhm?

Irgendwie habe ich das dringende Bedürfnis davon zu berichten, dass die Zahl mit den zwei Nullen nicht mehr aktuell ist, genau genommen ist sie schon 3 Kilo "alt". Das ist nach zwei Wochen eine recht ordentliche Bilanz. Vorausgesetzt da spielt nicht allzu sehr die übliche Schwankung rein, diese Befürchtung treibt mich momentan noch so ein wenig um. Wenn ich nächste Woche deutlich unter 97 bin, dürfte sich das aber geklärt haben.

Was gibt's sonst noch zu dem Thema zu sagen? Ich habe es die letzten zwei Wochenenden doch tatsächlich geschafft mich aufs Fahrrad zu setzen, trotz Eiseskälte und Schneebelag. Da ich ein wenig eitel bin was meine Leistungen aufm Rad angeht habe ich es oft vermieden zu fahren wenn die Bedingungen drohten, meinen Durchschnitt zu versauen. Also z.B. wenn Schnee liegt, reichlich bescheuert natürlich. Zudem es auch einfach verdammt viel Spaß macht durch über Schnee den Wald zu prügeln. Festgefahrene Schneedecken auf Feldwegen haben auch ihren Reiz. Scheiß drauf das man dabei langsamer unterwegs ist als normal, das Adrenalin gleicht das schon aus ^^

Apropos Adrenalin, das dürften die Herren Weil und McAllister auch zu spüren bekommen haben. Was ich jedoch viel interessanter als das knappe Ergebnis finde ist die Tatsache, dass die FPD anscheinend bloß durch die Stimmen der CDU in den Landtag gekommen ist. Eine Partei deren Inhalte laut Umfragen zur Zeit nicht parlamentarisch relevant sind wird aus reinem Machterhalt mitgezogen.
Nachdem dieser jetzt nichtmal geklappt hat sitzt da eine Fraktion auf der Oppositionsseite die künstlich aufgeblasen würde. Wie sehr müssen sich die CDU-Menschen da jetzt wohl in den Arsch gekniffen fühlen? Bleibt zu hoffen, das sich der Stunt im Herbst nicht wiederholt. Da können die Herrschaften noch so viel von der freien Entscheidung des Wählers labern, letzten Endes tun wir auch einfach gerne das, was uns von denjenigen, denen wir vertrauen empfohlen wird. Das auszunutzen ist ganz einfach schummeln und das ist Pfui!

Freitag, 18. Januar 2013

Umkehrpunkt

Nun hat es mich eingeholt, das nackte Grauen, der Schrecken eines jeden Abstinenzlers, die Nemesis der Suchtmüden. Nein, ich rede nicht vom Rückfall, ich meine die Gewichtszunahme!

Das es immer mehr von mir gibt und ich da bald was gegen tun muss war mir schon länger klar, aber nach den weihnachtlichen Fressorgien und dem begleitenden Müßiggang bis zum Neujahr hat es mich dann doch ein wenig aus den Socken gehauen.
War da doch glatt die böse Zahl mit den zwei Nullen unter dem Zeiger der Waage zu sehen. ich hatte mir immer gesagt, dass ich in dem Moment anfangen müsste etwas dagegen zu tun und da Frau P. am gleichen Tag schon mit Weight Watchers angefangen hat, habe ich mich am nächsten Tag auch gleich angemeldet. Allerdings nicht die Variante mit den Treffen sondern nur den Online-Part.
Wir hatten das Ganze vor ein paar Jahren schonmal ausprobiert, damals auch nur mit den Punktelisten und hatten damit auch durchaus Erfolg. Bloß das Durchhaltevermögen fehlte da noch. Diesmal sind die Vorraussetzungen allerdings anders, wir haben es bereits geschafft mit dem Rauchen aufzuhören und uns damit selbst ganz gut bewiesen, dass wir auch etwas durchziehen können. Mein Tagesablauf ist außerdem heute um einiges geregelter als damals, auch nicht ganz unwichtig.

Nun mach ich das bereits seit über einer Woche und bereue es kein bißchen, wenn ich mir vor Augen halte was ich vorher alles in mich reingestopft habe, ekelt es mich fast schon genauso wie vor Zigarettenqualm. In gewisser Weise sind da auch durchaus Parallelen vorhanden. Vor allem abends fällt mir auf, dass ich ein ähnliches Verlangen nach Snacks verspüre wie nach einer Zigarette. Und genauso wie ein Lutscher kein richtiger Ersatz für eine Zigarette ist, gibt mir eine Banane auch nicht das gleiche Gefühl wie eine Hand voll Chips. In gleicher Weise habe ich mir hier auch etwas vorgemacht, die meiste Zeit habe ich mir gesagt, dass ich ja jederzeit mehr Sport machen kann und dann passt das schon. Pustekuchen, abgesehen davon, dass das nicht reicht wird damit direkt Druck aufgebaut der das Ganze potentiell zum Einstürzen bringen kann.

Einen positiven Effekt kann ich mittlerweile auf jeden Fall feststellen, ich denke so wenig wie noch nie seitdem ich aufgehört habe ans Rauchen. ^^

Freitag, 4. Januar 2013

2013 als Titel ist doof

2012 haben wir hinter uns, die Welt ist noch da, ich rauche immer noch nicht (mehr) und am 20. wählen wir Niedersachsen mit ein bisschen Glück die CDU vom Schirm. 2013 wird ein interessantes Jahr, für mich allein schon wegen der Frage ob ich es schaffe auch noch zum Ende des Jahres Nichtraucher zu sein.
Da ich nun einen der gebräuchlichsten Vorsätze für das neue Jahr also schon erfüllt habe und es überflüssig wäre sich vorzunehmen das es dabei bleibt, kann ich mir etwas vollkommen anderes aussuchen. Nicht das ich ein sonderlicher Fan dieser Vorsätze wäre, zu 99% sind die ja eh zum scheitern verurteilt. Vielleicht ganz einfach weil die meisten das dann gleich zum Beginn des neuen Jahres umsetzen wollen, ohne großartige Vorbereitung oder innere Bereitschaft.
Besser ist es wohl man nimmt sich vor, das im Verlauf des Jahres umzusetzen. Scheiß drauf wenn's bis Dezember mit dem Rauchen aufhören nicht klappt, haut es auf den letzten Drücker doch noch hin weil man sich zu Weihnachten ne Lungenentzündung einhandelt und es sich zwangsweise abgewöhnen muss, dann ist doch alles in Ordnung ^^
Auf der anderen Seite baut man natürlich auch nen gewissen Druck auf, wenn man den Vorsatz schleifen lässt und sich das Jahr dem Ende zuneigt. Ob sich das nun positiv oder negativ auswirkt ist bei jedem unterschiedlich, aber da die Neujahrsvorsätze in der Regel nicht verbindlich sind werden sie doch von dem meisten dann eher fallen gelassen.

Was nehme ich mir aber jetzt vor? Da das mit dem Rauchen ja so gut klappt hab ich nämlich das Gefühl, ich könnte das diesmal ruhig tun. Mal abgesehen von Dingen die laufend auf meiner ToDo-Liste stehen oder die mir zu privat sind um sie hier kund zu tun gibt es da etwas das schon länger in meinem Kopf rumschwirrt und direkt hiermit zu tun hat. Solang ich nämlich keine Probleme damit habe nicht zu rauchen möchte ich diesen Blog zukünftig auch dazu nutzen meine Gedanken zu anderen Themen festzuhalten. Wie genau das dann aussehen wird weiß ich noch nicht genau und auch nicht ab wann ich damit loslege, aber dafür habe ich ja noch fast 12 Monate Zeit ^^

Donnerstag, 20. Dezember 2012

5 Monate

Nur noch ein Monat, dann ist das halbe Jahr voll! Vor nem halben Jahr hätte ich das noch kaum für möglich gehalten, da war allein der Gedanke an den Versuch schon ein halber Witz. Mal ganz davon abgesehen, dass von Seiten der anderen Raucher (Freunde und Familie sind hiermit nicht gemeint ^^) hierzu nie viel Unterstützung kommt.
Das ist denke ich auch mit ein Problem beim Aufhören. In der Gruppe hört man von Rauchern nie viel negatives über das Rauchen, es ist ja schon ein Fortschritt wenn sich nicht mehr über Rauchverbote aufgeregt wird. Wenn ich mal an die Zeit zurückdenke als das dicke Rauchverbot noch frisch war und man nicht mehr ohne weiteres in Kneipen und Discos rauchen durfte...da kochten die Gemüter teilweise ja fast schon über.
Weswegen eigentlich? Weil man nicht mehr in Gegenwart Unbeteiligter seine Gesundheit vergewaltigen durfte? Gleichzeitig diesen Unbeteiligten auch keinen Schaden durch das eigene Tun zufügen durfte? Wie bescheuert ist es eigentlich sich auch nur mit dem kleinsten Furz über so etwas aufzuregen?
Sicherlich ist die Umsetzung teilweise ein schlechter Witz gewesen, bzw. ist es bis heute. Aber an der Absicht die dahinter steht ändert das nichts. Das man im Vorhinein nicht jeden individuellen Fall berücksichtigen kann dürfte klar sein. Das ist bei anderen Gesetzen auch der Fall wenn sie geändert oder neu geschaffen werden.
Apropos Gesetz, in Verbindung mit dem Rauchen höre ich immer wieder das Argument, man würde ja in einem freien Land leben und dann hätte man doch das Recht mit seinem Körper zu tun was man wolle. Guter Witz, dann soll derjenige sich doch bitte eine mobile Rauchkabine anschaffen damit er auch hundertprozentig nur sich selbst schadet...mal ganz davon ab, dass es noch lange keine generelles Rauchverbot gibt. Nehmen wir mal an das Rauchen in der Öffentlichkeit würde verboten werden (da gibt es nebenbei sogar gute Gründe für), dann wäre es ja immer noch legal Zuhause oder in Raucherarealen zu rauchen. Hätte den netten Nebeneffekt, dass ich an Haltestellen nicht mehr ständig den Rauch von vollkommen Fremden abbekomme ^^

Freitag, 14. Dezember 2012

Baustellen-Schmacht

Da erfreut man sich, nichts Böses denkend, seiner nichtrauchenden Existenz und sofort kriegt man wieder etwas vor den Bug gelatzt, damit man auch bloß seine Zweifel und Sorgen nicht vergisst. Typisch Leben halt, doch was ist eigentlich passiert?

Nun, die letzte Woche brachte zwei Ereignisse mit sich, zum einen war ich erkältet (auf eine für mich höchst merkwürdige Art und Weise, aber das nur am Rande) und zum anderen wurde unser Bad renoviert. Beides hatte die Nebenwirkung, dass ich viel Zeit Zuhause verbrachte.
Zur Erkältung sollte ich erwähnen, dass ich schon als Raucher jedes Mal mehr konsumiert habe wenn ich erkältet war, zumindest solange bis es weh tat. Interessanterweise hat sich das mein krankes Gehirn wohl gemerkt und prompt nach Befriedigung verlangt, einfach wegen der Erkältung.

Das war allerdings mehr lustig als das es mich wirklich beunruhigt hat, schlimmer wurde das in Verbindung mit der Bad-Baustelle. Wir hatten also Handwerker in der Wohnung, rauchende Handwerker. Natürlich sind die zum rauchen vor die Tür gegangen, aber am ersten Tag stand dann nach Feierabend eine Dose Tabak nebst Filterhülsen und Stopfgerät auf der Bad-Fensterbank.
Zuerst war ich einfach nur irritiert und fragte mich ob ich das so ok finde wenn die ihre Rauchutensilien da ablagern. Später habe ich mich dann aber ernsthaft bei dem Gedanken erwischt ob ich mir nicht einfach mal eine stopfe. Letzten Endes habe ich es nicht getan, aber die nächsten Tage standen die Sachen da auch nicht mehr. Ich bin mir ziemlich sicher, wären die noch da gewesen, dann hätte ich irgendwann nicht mehr widerstehen können. Nebenbei dachte ich nämlich auch noch ein paar Mal daran als mir während meiner erzwungenen Untätigkeit langweilig wurde und Langeweile ist schließlich ein Killerzustand wenn es um Süchte geht.

Es gibt ja den schönen Spruch "Gelegenheit macht Diebe", so ähnlich sehe ich das auch hier. Die direkte Verfügbarkeit der Zigaretten hat Brutus den Schweinehund (hatte ich fast schon vergessen) wieder geweckt. Zusammen mit dem schon vorher aufgeflackerten Verlangen durch die Erkältung und der Langeweile hätte echt nicht viel gefehlt. Umso erleichterter sollte ich ja jetzt sein, dass es doch nicht passiert ist und selbst wenn, hieße das ja noch nicht, dass ich wieder voll einsteigen würde.
Auf jeden Fall hat mir das gezeigt, dass ich noch weit davon entfernt bin, richtig sicher im Sattel meiner Nichtraucherhaftigkeit zu sitzen. Zumal man da anscheinend eh nie wirklich sicher sein kann, auch langjährigen Nichtrauchern passiert es ja immer wieder, dass sie rückfällig werden.

Donnerstag, 29. November 2012

Rückblick

Mittlerweile sind es schon 4 Monate ohne Rauchen und es wird langsam Zeit einen kleinen Rückblick zu wagen. Im Moment erscheint es mir nämlich fast schon zu selbstverständlich das ich nicht mehr rauche. Es läuft quasi zu gut um wahr zu sein und vorbeugend will ich für mich nochmal festhalten was ich zur Zeit schon erreicht habe. Also los...

Zunächst mal die Tatsache, dass ich es überhaupt geschafft habe, der letzte Versuch davor ist 8 Jahre her. In der Zwischenzeit war es mir entweder egal oder ich habe es mir einfach nicht zugetraut. Ob das nun eher Ausreden waren oder nicht ist schnuppe, ich war sehr wahrscheinlich einfach nicht bereit und ein neuer Versuch schon von vornherein zum Scheitern verurteilt. Bei allen damaligen Versuchen bin ich auch nie so weit gekommen, dass mich das Rauchen so sehr anwidert. Ich hätte mir das vor 4 Monaten auch nicht wirklich so vorgestellt wie es jetzt ist. Sogar draußen mache ich mittlerweile einen großen Bogen um Raucher wenn es möglich ist. Da fällt mir ein: gut, dass ich immer viel Rücksicht auf meine nicht rauchenden Mitmenschen genommen hab, ansonsten hätte ich jetzt ein ziemlich schlechtes Gewissen. Mittlerweile wünsche ich mir nämlich ziemlich häufig ein wenig mehr Rücksicht von (vor allem fremden) Rauchern.
Rauchen widert mich also schon so richtig schön an, das geht sogar so weit, dass ich Zigarettenwerbung noch blöder finde als vorher ^^

Leider habe ich bisher auch ein gutes Stück an Gewicht zugelegt, das ist aber für mich eher noch ein Grund nicht wieder anzufangen, denn mal angenommen ich schaffe es nicht das wieder loszuwerden, dann lege ich beim nächsten Versuch ja wahrscheinlich nochmal mehr zu. Keine guten Aussichten also.
Wo ich grad beim Thema Gewicht bin fällt mir ein, dass ich mich trotz mehr Fett irgendwie leichter fühle. Ich Kriege deutlich mehr Luft und wenn ich mal außer Atem bin erhole ich mich davon viel schneller. Wenn ich vorher zwei Stunden mit dem Rad unterwegs war und mich dabei so richtig ausgepowert habe war mit mir den Rest des Tages oft nicht mehr viel anzufangen. Jetzt sieht das schon deutlich besser aus. Natürlich hüpfe ich jetzt auch nicht sofort wieder voller Elan durch die Gegend, aber ich fühl mich auf jeden Fall weniger erschlagen als zuvor.

Die Momente ich denen auf einmal das Verlangen nach einer Zigarette verspüre sind übrigens deutlich seltener geworden. Diese Woche habe ich mich sogar schon gefragt wann mir das zum letzten Mal passiert ist. Seit dem letzten Post über meine Träume kann ich mich lustigerweise auch an keine derartigen Träume erinnern.
Heißt also, dass ich mich auch gar nicht mehr gezwungen sehe zu rauchen. Denn das war es ja auch, ein innerer Zwang, ohne die Möglichkeit einer Wahl. Zumindest darüber habe ich mir auch nie irgendwas vorgemacht, deswegen habe ich es auch eher gehasst zu rauchen und weil ich es nicht lassen konnte natürlich auch mich selbst. Ich mag mich jetzt also mehr als vorher ^^

Traumrauchen

Anscheinend hat mein Hirn beschlossen mich auf die Probe zu stellen. In der letzten Zeit habe ich mehrere Male davon geträumt das ich rauche. Das Ganze auch noch in verschiedenen Varianten.

Einmal quasi als Rückblick. Ich habe geraucht und erst im Verlauf des Traums wurde mir klar, dass ich das ja eigentlich gar nicht mehr tue. Dabei war ich mir mehr oder weniger bewusst, dass ich träume. Im Nachhinein habe ich das Gefühl, dass ich das Rauchen ziemlich genossen habe bis mir klar wurde das etwas nicht stimmt.
Im Gegensatz dazu steht ein anderer Traum an den ich mich noch recht gut erinnere. Hier war mir bereits klar, dass ich nicht mehr rauche und ich habe im Prinzip einen Rückfall erlebt. Dementsprechend wenig begeistert war ich in diesem Traum und trotzdem hat mich das nicht davon abgehalten es zu tun.

Was sollen mir diese zwei verschiedenen Beispiele nun sagen? Repräsentiert der eine Traum den Aspekt meiner selbst, der sehnsüchtig auf das Rauchen zurückblickt, während der andere Traum meine Ängste vor einem Rückfall darstellt? Das wäre ja fast schon zu einfach, aber ganz so sieht es aus. In diesen bereits erwähnten Momenten, wenn wie aus dem Nichts ein Verlangen auftaucht, fühle ich mich ähnlich hin und hergerissen, wie diese Träume zwei gegensätzliche Gefühle repräsentieren.

Was soll ich nun davon halten, dass ich dieses Dilemma in meinen Träumen verarbeite? Ist das ein gutes Zeichen? Verarbeitet mein Unterbewusstsein den Konflikt und kommt eventuell zu einer Lösung? Oder ist das ein Ausdruck dessen, dass sich die Situation verschärft? Stehe ich vielleicht schon bald vor einem möglichen Rückfall? Auf der anderen Seite ist es natürlich positiv wenn mir das so bewusst wird. Ich kann das Thema dadurch isolieren und es quasi von außen betrachten, mit aller Vernunft die mir zur Verfügung steht ^^

Freitag, 9. November 2012

Stress

Ok, in letzter Zeit habe ich arbeitstechnisch so einiges an Stress ertragen müssen. Eigentlich ja n typischer Rauchentwöhnungskiller. Erstaunlicherweise habe ich aber nur selten daran denken müssen. Bin ich schon so weit vom Rauchen weg, dass mich das nicht mehr kratzt?
Dafür würde sprechen, dass ich anscheinend auch mit Alk keine Probleme habe ohne Rauchen auszukommen. Im Gegenteil, ich gehe z. B. mit rauchenden Freunden mit, wenn sie vor die Tür müssen. Einfach wegen der Gesellschaft. Hier merke ich übrigens, dass mich der Rauch dann weniger stört als im nüchternen Zustand. Aber so ist das ja mit einigen Dingen in Verbindung mit Alkohol. ^^

Dagegen spricht dann wiederum, dass ich in letzter Zeit morgens umso öfter an eine Zigarette dachte. Morgens habe ich allerdings auch immer so richtig reingehauen, schließlich hat sich die Nacht über der Nikotinspiegel reichlich abgebaut. Zum Kaffee gehörte dann zwingend eine Zigarette, egal wie stark der morgendliche Raucherhusten war. Da waren 3 Zigaretten in einer Stunde keine Seltenheit.

Entscheidend ist aber, dass ich zu keiner Zeit wirklich ernsthaft in Versuchung war, eine zu rauchen. Logisch, weil ich ja keine Kippen zur Verfügung habe, aber ich denke auch nicht wirklich daran mir welche zu kaufen, es bleibt nur ein obskures Verlangen.

Fast bin ich ja versucht, es mal auszuprobieren. Einfach eine rauchen und dann abwarten ob ich's wieder tun will oder gar nicht anders kann. Mal angenommen ich hätte kein Problem, es danach zu lassen wäre das auch einfach eine unheimliche Erleichterung.
Denn natürlich baut das Druck auf wenn ich mal so n Verlangen habe und dann denke, dass dieses auch mal stärker werden könnte. Zu wissen, dass mich das nicht gleich wieder in die Nikotinsucht stürzen lässt, würde das weniger bedrohlich erscheinen lassen.
Aber natürlich möchte ich das gar nicht erst riskieren. Wie blöd käme ich mir vor, wenn ich das tue und zwei Wochen später wieder regelmäßig an der Fluppe hänge.

PS: das ganze Gekritzel ist nun auch nicht mehr ganz aktuell, der erwähnte Stress hat ein wenig damit zu tun das ich es nicht schon eher gepostet habe.

Freitag, 5. Oktober 2012

Der saubere Nichtraucher

In meiner ganzen Zeit als Raucher hat es mich immer wieder gestört, dass dieses Laster unweigerlich mit Dreck und somit gesteigertem Putzaufwand verbunden ist. Nicht genug, dass beim Rauchen Asche und Stummel übrig bleiben, es sorgt auch noch für vergilbte Wände, miefende Klamotten, stinkende Hände, schlechten Atem, muffige Zimmergerüche und im Extremfall für vergilbte Fingerkuppen und Nägel. Alles Dinge, die einen nicht unbeträchtlichen Aufwand nach sich ziehen um abgemildert und beseitigt zu werden. Als Nichtraucher dagegen hat man damit überhaupt nichts zu tun. Es sei denn man lebt mit einem Raucher zusammen, dazu vielleicht an anderer Stelle nochmal mehr.

Ich erspare mir also das entleeren der Aschenbecher, muss den Müll deswegen weniger oft rausbringen, weniger Staub wischen und keine Aschereste beseitigen. Ich muss nicht mehr so oft lüften, friere mir im Winter also seltener den Arsch ab, meine Polstermöbel riechen besser, die Wände sehen länger wie frisch gestrichen aus. Meine Bücher riechen nicht irgendwann nach Aschenbecher und sehen nicht so schnell wie Antiquitäten aus, ich muss mir keine Sorgen machen, dass ich andere Nichtraucher mit meinem Rauchermief belästige, usw. usf., die Liste ließe sich noch um ein Vielfaches erweitern. 
Ich muss da bloß mal daran denken wie das Auto von Frau P. immer aussah. Wir haben natürlich im Auto geraucht, ohne Leasing schließlich kein Ding, Willkommen in der Freiheit. ^^
Jetzt ist es zwar immer noch kein OP-Saal, aber es fliegt keine Asche mehr rum und es riecht nicht mehr nach Aschenbecher, bzw. wir brauchen keine tausend Duftutensilien um den Geruch zu übertünchen.

Ein anderes Thema ist natürlich das Passivrauchen, abgesehen von den bekannten Auswirkungen auf die Gesundheit der Mitmenschen, hat es natürlich auch direktere Effekte wie Geruchsbelästigung. 
Je länger ich nun also nicht rauche umso stärker stört es mich wenn in meiner Umgebung geraucht wird. Ich merke dabei nicht nur, dass mich der Geruch abstößt, es verursacht auch immer öfter körperliche Symptome wie Übelkeit oder Schwindel, je nachdem wieviel Rauch ich abkriege. Ähnliches fühlt man ja auch beim allerersten Zug an einer Zigarette, bzw. nachdem man abstinent war. 
Letztens gingen Frau P. und ich hinter jemandem der eine Zigarre rauchte, mir wurde fast sofort übel und das hielt auch noch einige Zeit an. Hätte nicht gedacht, dass ich so heftig reagieren könnte. Letzten Endes aber auch nicht verkehrt, das macht mir nur umso deutlicher was für n Müll das Ganze ist und was man sich damit antut. 
Lustigerweise ist es auf Partys, bzw. unter Alkoholeinfluss, wieder leicht anders.. Da stört es mich kaum und ich hab mich schon bei dem Gedanken erwischt, es auszuprobieren nur in solchen Situationen mal eine zu rauchen. Ein fataler Gedanke und bisher bin ich zum Glück nicht schwach geworden, schließlich habe ich so auch das Rauchen angefangen. Ein früherer Versuch aufzuhören endete ebenfalls mit Partyrauchen. Wirklich keine gute Vorraussetzungen um sowas auszuprobieren.

So, nun ist aber wieder genug, als nächstes sollte ich hier vielleicht auch mal wieder am der Seite rumfeilen. Mal schaun ob ich mich dazu aufraffen kann.

Mittwoch, 26. September 2012

Lebenszeichen

Ach ja, da war mal was, diese komische Seite auf der ich von meinem Kampf gegen die Tabaksucht geschrieben hab...
Irgendwie hat mich während meines Urlaubs die Muse verlassen. Nun ist dieser ja auch schon ein Weilchen her, so dass schon zig Wochen vergangen sind seitdem ich das letzte Mal etwas geschrieben habe. In dieser Zeit habe ich es doch tatsächlich geschafft keine einzige Zigarette zu rauchen. Hätte ich ehrlich gesagt nicht geglaubt, den einen oder anderen Rückfall habe ich fast schon erwartet. So schwer wie der Anfang war auch kein Wunder. 
Ich denke der Urlaub hat mir dabei viel geholfen. Dadurch hatte sich ein Großteil der alltäglichen Routine erstmal verabschiedet. Der soziale Aspekt des Rauchens kam hiermit auch weniger zum Tragen, vielleicht sogar das wichtigste dabei.

Während ich also beim letzten Eintrag teilweise noch mit mir selbst kämpfen musste, kann ich mittlerweile fast nur noch darüber lachen. Zumindest tun ich und Frau P. das wenn wir mal wieder eine Situation erleben die früher irgendwie mit dem Rauchen in Verbindung stand. Beispielsweise beim Tanken, da hieß es so gut wie jedes Mal "bring mir mal ne Schachtel mit". Fast schon ein Reflex, so das mir letztens fast automatisch diese Worte rausgerutscht wären. 
Wirkliches Verlangen nach einer Zigarette kommt dabei gar nicht mehr auf, eher Belustigung halt. Ganz selten, meistens in Stresssituationen, kommt vielleicht mal der Gedanke an eine Zigarette. Dann aber eher als Erinnerung, weniger als Bedürfnis.

Was sich leider als unbequeme Nebenerscheinung eingeschlichen hat ist die Gewichtszunahme. Aber lange nicht so dramatisch, dass ich sagen würde ich hätte es lassen sollen. Dazu bin ich mir zu sehr bewusst, dass ich nur ein wenig mehr Sport treiben und weniger naschen müsste. Leider, leider schmeckt jetzt aber alles so viel besser ;-)
Überhaupt ist vieles besser, nicht nur der Geschmackssinn. Aufm Rad merke ich natürlich extrem die erhöhte Sauerstoffaufnahme. Trotz gestiegenen Gewichts erreiche ich die gleichen, bzw. bessere Leistungen als mit Rauchen. 
Mein Geruchssinn hat sich natürlich ebenfalls gebessert, teilweise würde ich mir hier aber wünschen, dass dies nicht so extrem wäre. Manche Gerüche verdienen es einfach nicht gerochen zu werden ^^
Wo wir schon beim Thema Gerüche sind, die Wohnung und wir selbst riechen natürlich auch nicht mehr nach Rauch. Wie stark diese Gerüche sind merken wir ja umso stärker seitdem wir nicht mehr rauchen. Unsere haarigen Muschis werden es uns wahrscheinlich auch danken. Besonders Gizmo, der ist oft direkt vom Schoß runtergehüpft wenn man sich eine angesteckt hat.
So, nun hab ich aber erstmal genug geschrieben, ich werd mich auch bemühen, wieder regelmäßiger etwas zu posten. Nächstes Mal dann vielleicht etwas über Passivrauchen und die Auswirkungen des Rauchens auf Sauberkeit und Hygiene.

Sonntag, 29. Juli 2012

29.07.12

13 Tage ohne Rauchen, fast zwei Wochen. Mir kommt es allerdings so vor als wenn das schon viel länger wäre. Liegt das vielleicht daran, dass ich jetzt vieles bewusster wahrnehmer? Rauchen lenkt ja auch ein Stück weit ab.  Ich hab auf jeden Fall das Gefühl, dass meine Lebensqualität gestiegen ist, ich also mehr von meiner Zeit habe und auch mehr Zeit habe. Rauchen verbraucht ja auch Zeit. Während ich rauche bin ich bewegungstechnisch eingeschränkt, ich brauche also länger für die Dinge die ich tue. Dazu kommen dann noch die Situationen in denen ich nicht überall rauchen darf. Ich kann also in diesem Moment nicht viel anderes tun als Rauchen. Würde man das mal alles zusammenrechnen käme sicherlich einiges zusammen. Dazu dann noch der lebensverkürzende Effekt, den kann man ja wenigstens wieder ein wenig ausgleichen indem man aufhört. Alles andere kriegt man aber nie wieder. Ich versuche jetzt mal nicht drüber rumzuheulen, dass ich in den letzten 10 Jahren dann ja so viel Zeit verschwendet habe, da gibts noch andere Dinge die da mehr ausmachen...ich stelle mir eher vor, dass ich mir ganz viel Zeit rette die noch vor mir liegt.

Ein gutes Beispiel für die Einschränkungen welche man mit Rauchen auf sich nimmt ist der Besuch von Gaststätten, Discos und sonstigem Veranstaltungskram. Entweder man muss sich in extra Bereiche begeben oder vor die Tür. Wenn es dann draußen einen Wetterschutz gibt ist man schon gut dran. Heißt also man killt wieder Zeit. Viele sagen dann ja, es würde doch auch gut tun mal rauszukommen und man würde da auch neue Leute kennenlernen, blablabla. Alles Humbug, man tut es wegen der Scheiß-Sucht, ansonsten hätte man keinen Grund sich in einen kleinen, zugequalmten, stinkenden, manchmal überfüllten Raum zu begeben. Noch schlimmer, bei Eiseskälte nach draußen oder wenn es regnet und stürmt. Das tut niemand freiwillig. Nun haben wir ja auch mal gutes Wetter, da kommt wieder die Zeit ins Spiel. Als Nichtraucher muss ich nicht in regelmäßigen Abständen irgendwohin gehen, ich kann die ganze Zeit tun was ich will, also auch einfach z.B. am Tisch sitzen bleiben und ein langes Gespräch ohne Unterbrechung führen und noch tausend andere Dinge.

Am Freitag war ich mit meiner Frau P. unterwegs, da haben wir das nochmal schön erleben können. Wo wir waren muss man zum Rauchen nach draußen, das bedeutet teilweise richtig vor die Tür, wenn nämlich der vorhandene Biergarten nicht geöffnet ist (aus irgendwelchen mir schleierhaften Gründen). Getränke dürfen dann nicht mit vor die Tür genommen werden. Hält natürlich niemanden wirklich davon ab. Aber ausgeschlossener kann man sich doch eigentlich kaum noch fühlen, oder?
Der Biergarten war jedenfalls an diesem Abend geöffnet und so standen wir dann auch irgendwann draußen, von rauchendem Volk umgeben. Mit dem feinen Unterschied, dass wir jederzeit aus freien Stücken wieder reingehen konnten, etwa wenn ein nettes Lied anfing.
Aber noch viel wichtiger: wir haben nicht geraucht und ich hatte auch nichtmal das Verlangen danach. Die Kombination Alkohol und Rauchen ist ansonsten ja eine hübsche Rückfallgelegenheit. Der Alk-Rausch gibt einem schon eine nette Entschuldigung und weil es ja eine besondere Situation ist bildet man sich ein, dass es dabei bleiben würde. Man kennt das ja.
Also eine weitere Hürde genommen, Woohooo!

Da fällt mir noch was ein, die aktuellen Rauchverbote sind ja noch gar nicht so alt und die begleitenden Diskussionen und Klagewellen noch gut im Gedächtnis. Selbst als Raucher hatte ich überhaupt nichts gegen die Verbote einzuwenden, da ich mit dem Rauchen eh nicht glücklich war fand ich sie sogar gut. An entsprechenden Diskussionen habe ich mich auch nur beteiligt wenn es hauptsächlich um die Umsetzung ging. Man muss doch nur mal kurz überlegen wie pervers es eigentlich ist ein Gesetz abzulehnen, welches den Schutz der Gesundheit mit einfachsten Mitteln zum Ziel hat. Über dieses Verbot wird Rauchern zudem höchst effektiv gezeigt, wie schädlich ihre Sucht ist. Wer sich da beschwert, weil er sich ausgeschlossen fühlt, denkt ganz einfach in die falsche Richtung.

Donnerstag, 26. Juli 2012

26.07.12

Whoa, da bin ich wieder! Ohne Rückfall und mit der Erfahrung, dass dieses Laster ein viel größeres Übel ist als man sich bisher einzugestehen erlaubt hat. Faszinierend wie beiläufig und effektiv wir uns selbst bescheißen können.
In den letzten Tagen kam mir in schwachen Momenten jedes Mal der Gedanke "Wozu eigentlich?". Joa, wozu denn? Was habe ich davon, wenn ich auf dem Weg zum Kiosk einen Tabakstängel verglühen lasse und den Rauch einatme? Wo ist der Mehrwert? Würde ich es genießen? Nein, es würde einzig und allein der Befriedigung meines Verlangens dienen und dieses Verlangen speist sich kein Stück aus irgendwelchen mir nützenden Eigenschaften. Rauchen ist Kacke PUNKT
Dieser kleine Gedanke ist verblüffenderweise sehr effektiv, beinhaltet er doch eigentlich all das weswegen ich mich entschlossen habe aufzuhören.
Halt mal, habe ich schon genauer darüber geschrieben weswegen ich aufhöre? Heute tu ich das jedenfalls nicht mehr. Ist jetzt bald halb zwei und so langsam sinkt die Temperatur auf ein erträgliches Maß, also Zeit zum Bubu machen.

Freitag, 20. Juli 2012

20.07.12

Geschafft! Drei Wochen und ein Tag Urlaub liegen vor mir. Mal schauen wieviele Rückfälle ich in der Zeit erleiden werde. ^^
Zum heutigen Tag gibts nicht viel zu erzählen, dafür habe ich Contra und Abschreckung ein bissel fortgesetzt.
Den Großteil des Geschreibsels hier erledige ich ja im Bus aufm Weg zur und von der Arbeit, man darf gespannt sein ob ich mich im Urlaub auch so dazu aufraffen kann. ;-)

Donnerstag, 19. Juli 2012

19.07.12

Endlich wieder Arbeit, juhuu! Klingt komisch, ist aber so. Auf jeden Fall besser als das kränkliche Rumgegammel zuhause. So können die Gedanken weniger oft frei herumschweifen und sich dabei auf das Verlangen nach einer Zigarette einpendeln. Trotz Regen gehe ich in der Frühstückspause zur Raucherecke, aber mittlerweile lässt mich das anscheinend schon kalt. Im Gegenteil, ich empfinde schon fast Mitleid und finde das irgendwie beschämend, schließlich weiß ich wie schnell man nen Rückfall erleiden kann.
Nachmittags bin ich viel draußen zusammen mit einem rauchenden Kollegen. Dr steckt sich auch bei fast jeder Gelegenheit eine an. Ich stelle zwischendurch fest, dass mich Passivrauchen bereits anfängt zu stören. Genauso der Geruch, zumal ich  bereits merke, dass ich allmählich besser riechen kann. Mein Geschmackssinn regeneriert sich auch schon stückweise. Ein Schluck Pepsi vorgestern hat mich geradezu staunen lassen. Das ist natürlich ein potentiell verhängnisvoller Nebeneffekt. Wenn alles besser und intensiver schmeckt, läuft man Gefahr auch mehr zu sich nehmen zu wollen. Fresslogik halt. Hoffentlich wird das Wetter bald besser, damit ich mich schön stundenlang auf'm Fahrrad quälen kann. 
Kurz bevor ich wieder zuhause bin meldet sich übrigens Brutus mit einer ganz tollen Idee: man könnte ja die ganzen Stummel aus meinem Mini-Mülleimer im Arbeitszimmer nehmen, da noch rauchbaren Tabak rausquetschen und aus dem Papiermüll noch Filterhülsen rausfischen, Stopfgerät ist ja noch da.
Nix da Brutus! Ich glaub es hackt! Konsequenterweise habe ich den Mini-Eimer dann in den Hausmüll entleert, da kriegen die Stummel noch n schönes Bio-Müllaroma. Bäh! 

Mittwoch, 18. Juli 2012

18.07.12

So, gestern war also der erste richtige Nichtrauchertag, Woohooo!
Heute musste ich auch schon deutlich weniger unter hinterhältigen Gelüsten und Tabaksehnsuchtsanfällen leiden. Gesundheitlich gehts auch deutlich bergauf, wahrscheinlich auch umso mehr weil ich nicht mehr rauche. Sonderlich erhellende Gedanken hege ich heute nicht, dafür habe ich die Seite so langsam ein wenig optimiert und Neues hinzugefügt. Unter anderem ein paar Fotos, z.B. von der Beerdigung des Tabaks.
Morgen gehts wieder zur Arbeit, da werde ich bei gutem Wetter in den Pausen mal zu den armen Rauchern gehen und demonstrativ nicht rauchen. ^^